Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit
in Köln am "Donnerstag, 2. Oktober 2008, 18 Uhr – Heumarkt, Köln"
Die UNO hat im Jahr 2007 beschlossen,
den 2. Oktober – den Geburtstag „Mahatma“ Gandhis – weltweit als Tag der Gewaltlosigkeit zu begehen.
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen ruft alle Staaten dazu auf „die Botschaft der Gewaltlosigkeit
zu verbreiten“, die untrennbar mit „Toleranz, der Anerkennung aller Menschenrechte, Demokratie, Entwicklung,
gegenseitigem Verständnis und Respektierung der Vielfalt verbunden ist“.
Wir finden, dass insbesondere wir Menschen, Gruppen und Organisationen an der Basis der Gesellschaft
der wachsenden Gewalt auf unserem Planeten Einhalt gebieten müssen – der körperlichen, staatlichen, kriegerischen,
terroristischen, psychologischen, ökonomischen, rassistischen oder sexuellen Gewalt.
Wir wissen, dass es auch in Köln viele Menschen und Gruppen gibt, die sich der aktiven Gewaltlosigkeit verpflichtet fühlen:
dem Versuch, im Alltag und in ihrem gesellschaftlichen Handeln die Gewalt zu überwinden. Denn Gewaltlosigkeit bedeutet für uns
nicht nur der Verzicht auf Gewaltanwendung, sondern vielmehr, sich jetzt und überall aktiv der Gewalt entgegenzustellen, sie öffentlich
zu machen und letztendlich – durch die Entwicklung von Alternativen – sie zu verhindern: gewaltfrei und wenn nötig auch mit Mitteln des zivilen
Ungehorsams.
Gerade im Moment sind in Köln sehr viele Menschen aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten und in ganz unterschiedlichem politischen Kontext
gemeinsam aktiv, um den rassistischen und menschenverachtenden Anti-Islamisierungskongress der rechten Pseudo-Bürgerbewegung „Pro Köln“ zu verhindern bzw.
öffentlich als das zu entlarven, was er ist: rassistisch und menschenverachtend. Die hetzerische Veranstaltung soll am 20. September auf dem Kölner Heumarkt
stattfinden. (Infos über den Widerstand unter www.hingesetzt.mobi
Genau das ist der Platz, auf dem wir auch schon am 2. Oktober 2007 mit gut 250 Leuten ein menschliches Friedenszeichen mit Fackeln für Toleranz und Vielfalt
gesetzt haben – (Bericht in der Neuen Rheinischen Zeitung: www.nrhz.de.
Und das werden wir auch dieses Jahr am Donnerstag den 2. Oktober um 18 Uhr dort wieder tun, gerade um den Rassisten nicht den öffentlichen Raum zu überlassen.
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